Weit über dem Tal des Lot liegt Château de Chambert auf einem der höchstgelegenen Terroirs der Appellation Cahors. Von der Terrasse aus öffnet sich der Blick auf die Rebberge und die sanft gewellte Landschaft des Quercy – bei klarer Sicht reicht er bis zu den Pyrenäen. Auf der exponierten Höhenlage herrschen trockenere Bedingungen als in den tiefer gelegenen Zonen. «Das sind ideale Voraussetzungen für den biologischen Weinbau», erklärt uns Philippe Lejeune, der das traditionsreiche Gut 2007 übernahm und konsequent auf biologische Bewirtschaftung umstellte.
Bei unserem letzten Besuch im Juli führt uns der Hausherr durch den angenehm kühlen Keller. Nach dem hervorragenden, rasch ausverkauften Jahrgang 2020 mussten wir uns gedulden: Der 2021er vermochte uns nicht zu überzeugen, weshalb wir auf den Import verzichteten. Umso mehr freuen wir uns nun über den ausgezeichneten 2022er. Gemeinsam mit Philippe und seiner Gattin, Master of Wine Lin Liu, haben wir die Cuvée sorgfältig abgestimmt. Im Zentrum steht der Malbec aus verschiedenen Parzellen. Wie vorzüglich die Chambert-Weine zum Essen passen, erleben wir anschliessend im empfehlenswerten gutseigenen Sternerestaurant Holodeck. Die ‹Cuvée Lin› besitzt genügend Kraft für Fleischgerichte, wirkt dabei aber nie schwerfällig. Ein charaktervoller, authentischer Cahors – und erneut ein grossartiger Gegenwert. Genussbereit, haltbar bis mindestens Ende 2030.